Netzfrequenz

In einem Stromnetz mit Wechselspannung (Wechselstrom) gibt es immer eine Frequenz, die bestimmt, wie schnell die Spannung „schwingt“. Tatsächlich sind diese Schwingungen – wie bei einem Lautsprecher – mitunter auch hörbar, etwa in der unmittelbaren Nähe einer Transformatorenstation (siehe Umspannanlage).
Im europäischen Stromnetz und vielen weiteren Energieversorgungsnetzen der Welt wird dabei auf eine Frequenz von 50 Hertz (Frequenzeinheit; kurz Hz) gesetzt. In Nordamerika setzt man auf eine Netzfrequenz von 60 Hz. Schwankungen entstehen, sobald ein starkes Ungleichgewicht zwischen gelieferter und nachgefragter Energie im Stromnetz entsteht. Ist die Nachfrage höher als der Verbrauch, steigt die Frequenz. Umgekehrt fällt sie. Generell gilt, dass bei starken Schwankungen schnell Probleme entstehen, weshalb Angebot und Nachfrage immer ausbalanciert werden müssen. Das funktioniert zum Beispiel, indem Kraftwerke ihre Leistung drosseln oder steigern.

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