Seit dem Beginn der kommerziellen Photovoltaik-Installation wurden die meisten Aufdach-PV-Anlagen mit einem herkömmlichen Klemmsystem installiert. D.h. zwei Aluminium-Klemmen werden an der langen oder kurzen Modulseite mit einer darunterliegenden Schiene verschraubt. Heutzutage werden allerdings auch vermehrt Einlegeschienen zur Modulmontage verwendet. Zunehmend zu sehen vor allem auf kommerziellen Photovoltaik Anlagen mit Stahlblecheindeckung.

Vorteile eines PV Einlegesystems

Während auf privaten Ziegeldächern vor allem der ästhetische Aspekt von Einlegesystemen die Hauptrolle spielt, stehen bei Dächern mit Stahleindeckung vor allem die technischen Vorteile im Vordergrund. Neben den individuellen Vorteilen eines Einlegesystems, gilt es simple aber essentielle physikalische Bedingungen bestmöglich zu bedienen.

Thermische Ausdehnung – ein wichtiger Faktor

Hier geht es um die thermische Ausdehnung von Dach und Montagesystem. Auf einem Stahldach, z.B. einem Trapezdach mit Photovoltaik, entstehen hierdurch große Spannungen zwischen dem Stahldach und dem Aluminium PV Montagesystem, da der Längenausdehnungskoeffizient bei Aluminium ca. doppelt so hoch ist als von Stahl. D.h. wurde die Photovoltaikanlage im Sommer gebaut wird sich das Dach im Winter doppelt so stark zusammenziehen als das Aluminium des Montagesystems, bzw. wenn im Winter montiert im Sommer doppelt so stark ausdehnen. Hinzu kommt die Wärmeausdehnung bedingt durch die Tages- und Nachttemperaturen.

Vorsicht bei fest verschraubten Montagesystemen

Ein mit dem Dach fest verschraubtes Montagesystem, bei dem die Schienen fest mit dem Dach verbunden sind, hat demnach keine Chance, der Wärmeausdehnung in irgendeiner Form nachzugeben oder auszugleichen und erzeugt somit enorme Spannungspunkte. Zum einen an den Dachfixierungspunkten, wo das Montagesystem mit dem Dach verbunden ist, zum anderen an den Modulklemmen, mit denen das PV-Modul am Montagesystem verschraubt ist.

Welche Risiken bestehen?

  1. Spannungen zwischen Dach und Montagesystem: Die Spannungen können über längere Zeit die Haltekraft einer Schraube oder Niete negativ beeinflussen, da Schraub- oder Bohrlöcher bleibende Verformungen erfahren können, so dass im schlimmsten Fall die Verbindung nachgibt. Vor allem Schraubverbindungen haben hier im statischen Vergleich mit Nietverbindungen ein höheres Risiko, da Nieten durch die Spreizung an der Innenseite des Stahldachs deutlich höhere Scher- und Sogkräfte aushalten können und somit die Dichtigkeit der Verbindung besser sicherstellen können.
  1. Spannungen zwischen Klemmverbindung und Solarmodul: Spannungen in der Klemmverbindung mit dem PV-Modul: Hier bestehen gleich mehrere Risiken. Zum einen kann sich im Extremfall die Klemme vom Modul lösen und so u.U. die Fixierung des Moduls nicht mehr gewährleisten. Zum anderen können sich Spannungen auf das PV-Modul entladen, was Glasbruch oder Mikrorisse in den Zellen als Langzeitfolge haben kann.

Das TRITEC Einlegesystem löst diese Probleme

Sind Einlege-Montagesysteme für PV-Anlagen die bessere Alternative? 2

Safeclick ermöglicht eine separierte Ausdehnung

Das TRITEC Einlegesystem TRI-STAND kann durch eine Niet- oder Schraubverbindung mit dem Trapezdach verbunden werden, wobei i.d.R. die Nietverbindung vorrangig verwendet wird. Als Dachfixierung dient in diesem Fall eine Aluplatte (Safeclick) mit Schienenaufnahme auf der Oberseite. Hier wird durch das Einklicken des Modulprofils (Einlegeprofil), eine schraublose, schwimmend gelagerte Verbindung hergestellt. Hierdurch kann die unterschiedliche Ausdehnung von Stahl und Aluminium unabhängig voneinander stattfinden. Hierdurch wird die Niet- oder Schraubverbindung deutlich weniger strapaziert.

Bei Einlegesystem wird das Solarmodul schwimmende gelagert

Anders als bei einem Klemmsystem, wird bei einem Einlegesystem das PV-Modul nicht mittels einer Klemmvorrichtung mit dem Montagesystem fix verbunden, sondern, wie der Name bereits andeutet, nur in die Modulschiene eingelegt und ist somit ebenfalls nur schwimmend gelagert. Dies gewährt den Modulschienen ausreichend Spielraum für die Wärmeausdehnung, die Module bleiben hiervon  völlig unberührt.

Die schwimmende Lagerung beim Einlegesystem vermeidet nicht nur wärmeausdehnungsbedingte Schäden an der PV-Anlage, sondern ermöglicht durch diese Eigenschaft auch die vollständige Nutzung von Dachflächen, da keine thermische Trennung von Modulfeldern (z.B. nach jeweils 12 Metern) mehr notwendig ist.

Enorme Einsparung der Montagezeit

Je nach Art des Daches ist durch das Einlegesystem eine enorme Einsparung in der Montagezeit möglich. Das TRITEC Einlegesystem ermöglicht dies durch die einfache Klickverbindung der Modulschiene mit dem Safeclick und durch die schraubenlose Verlegung der PV-Module wiederum in die Modulschiene.

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Tolle Ästhetik durch eine geschlossene und homogene Modulfläche

Vor allem im privathäuslichen Bereich spielt die Ästhetik neben der Leistung oft eine vorrangige Rolle. Da beim Einlegesystem keine Klemmen an den vier Modulseiten angebracht sind, entstehen somit auch keine Abstände zwischen jedem Modul, welche je nach Klemmsystem bis zu 2cm betragen können. Somit haben Sie beim Einlegesystem eine geschlossene, homogene Modulfläche, welche Ihnen je nach Dachgröße, durch die eingesparten Klemmabstände, Platz für weitere Module ermöglicht.

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Eine Übersicht für die Anwendungen des Systems finden Sie hier: PV Montagesysteme von TRITEC