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Startschuss für erste Photovoltaikanlage auf Lawinenverbauungen

Dezember 2011, Pressemitteilung

Der Schweizer Photovoltaik-Pionier TRITEC beteiligt sich am Bau einer Pilotanlage zur Gewinnung von Solarstrom auf bestehenden Lawinenverbauungen. Die ideale Sonneneinstrahlung in hochalpinen Gebieten birgt grosse Ertragspotenziale: Mit dem Forschungsprojekt im Skigebiet der Walliser Gemeinde Bellwald wird die Grundlage für eine wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Nutzung von Photovoltaik-Anlagen auf Lawinenverbauungen gelegt.

Wegweisendes Pilot-Projekt

Der Kanton Wallis hat Ende Oktober 2011 die Baubewilligung erteilt – jetzt entsteht eine PV-Anlage auf den Lawinenverbauungen im Skigebiet von Bellwald. Ab Frühjahr 2012 wird diese als eine der ersten in der Schweiz emmissionsfreien Solarstrom ab einer Lawinenverbauung ins lokale Stromnetz einspeisen. Der gewonnene Strom wird direkt vor Ort von der Burgergemeinde Bellwald und den Sportbahnen Bellwald genutzt.

Engagement in Kooperation

In Zusammenarbeit mit der energieregionGoms, der EnAlpin, der Firma Lauber Iwisa und der Basler Metallbautechnikerschule engagiert sich TRITEC für dieses Projekt und liefert für die Versuchsanlage 60 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 12 kWp und 6 Wechselrichter mit entsprechender Auslegung. Der generierte Strom (ca. 18000 kWh) kann über eine bestehende Leitung (Distanz ca. 200 m) ins öffentliche Stromnetz abgeführt werden. «EnAlpin engagiert sich für neue erneuerbare Energien. Mit dieser Pilotanlage wollen wir testen, ob sich die Lawinenverbauungen für die Installation von Photovoltaikanlagen eignen», so René Dirren, Direktor der EnAlpin AG.

Alternative für Alpenregion

«In der Schweiz gibt es rund 600 Laufkilometer Lawinenverbauungen. Allein wenn die Hälfte mit PV-Modulen ausgerüstet würde», so TRITEC Projektleiter Giordano Pauli, «könnte Strom für gut 100'000 Haushalte gewonnen werden. Das sind, als Beispiel, die energieregionGoms und die Einwohnergemeinden Brig, Sion, Visp und Leuk zusammengezählt.»

Ideale Standortbedingungen

Das betreffende Skigebiet liegt in idealer Südausrichtung. Zudem ist bei der Höhe von 1800 bis 2500 m.ü.M. ein1,5-facher Ertrag gegenüber dem Mittelland möglich. Auch die Kälte und die Reflexionen vom Schnee im Winter wirken sich günstig auf den Wirkungsgrad der Solarzellen und somit auf den Ertrag der Solaranlage aus.

2 Jahre Testphase

«Wir wollen herausfinden, ob diese Nutzung relevant ist, ob eine Machbarkeit gegeben ist, und wie die Gesellschaft auf solche Bauwerke in der alpinen Landschaft reagiert», erklärt Dionys Hallenbarter von der energieregionGoms. «Sobald die Wetterverhältnisse im Frühjahr 2012 es erlauben, werden die Module an die Lawinenverbauungen montiert. Nach 2 Jahren Betrieb werten wir dann unter anderem aus welche Elevation und welcher Modul-Typ – mono- oder polykristallin – die höhere Rendite erzielt.»

Radio-Beitrag

Radio-Interview zum Thema Photovoltaikanlagen auf Lawinenverbauungen von Radio Rottu Oberwallis (RRO) am 14.12.2011 zum Anhören (MP3).

 

Kontakt für die Medien:
Claudio Del Principe | Presse & Kommunikation

TRITEC Services AG
Herrenweg 60
CH-4123 Allschwil/Basel
T +41 61 699 35 39
F +41 61 699 35 99

claudio.delprincipe@tritec-energy.com | www.tritec-energy.com

ZIP-Datei der Pressemitteilung (197 KB)

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