TRITEC Support PV-Messtechnik

Fragen und Antworten aus dem Produkt-Management

Auf unserer Support-Website beantworten wir Ihnen alle Fragen rund um das Thema PV-Messtechnik. In den FAQ haben wir Wissenswertes über den Einsatz des TRITEC-Kennlinienmessgeräts TRI-KA zusammengestellt. Daneben haben Sie die Möglichkeit, uns Fragen zu stellen. Das TRITEC Produktmanagement freut sich über Ihre E-Mail!

Allgemeine Fragen zum TRI-KA II

Was kann das TRI-KA Messgerät messen?

Der TRI-KA misst DC-seitig im PV-System die Leerlaufspannung (UOC), Kurzschlussstrom (ISC) und die komplette Strom-Spannungskennlinie.

Wie genau misst TRI-KA?

Eine aussagekräftige Messung hängt von einigen Faktoren ab:

  • Die Einstrahlungsbedingungen müssen konstant sein.
  • Der Sensor muss die gleiche Ausrichtung und Neigung wie der zu messende String (Modul) haben.
  • Die Modultemperatur muss an verschiedenen Punkten verteilt im String gemessen werden.
  • Die Module dürfen nicht zu sehr verschmutzt sein.

Der TRI-KA hat eine Genauigkeit von +/- 5% der errechneten STC-Leistung.

Ab welcher Einstrahlung dürfen Kennlinienmessungen für eine STC-Bewertung der Module durchgeführt werden?

Kennlinienmessungen für eine STC-Bewertung dürfen laut Norm EN61829 erst ab einer Gesamtbestrahlungsstärke von 700 W/m² durchgeführt werden.

Für eine elektrische Überprüfung (keine STC-Bewertung!) der Kennlinie, z.B. Verlauf der Kennlinie, etc., ist eine Einstrahlung ab ca. 500 W/m² bereits ausreichend.

Es gibt PV-Messgeräte, die mit 2- oder 4-Messleitungen arbeiten. Was ist hier der Unterschied?

Die PV-Leitung und auch die Messleitungen wirken wie ein Widerstand (abhängig vom Leitungsquerschnitt), wenn Strom durch die Leitung fließt. Ein Teil der Spannung fällt in den Leitungen ab.

Messgeräte mit 4-Messleitungen umgehen dieses Problem, indem über zwei Messleitungen die Spannung und über die anderen zwei Messleitungen der Strom gemessen wird. Bei diesem Verfahren wird nur der Spannungsfall in den Messleitungen kompensiert, nicht der Spannungsfall von den zwei PV-Leitungen vom Wechselrichter zum String.

TRI-KA arbeitet mit 2 Messleitungen. Im Messgerät bzw. in der PC-Software kann eine Korrektur des Spannungsfalls aktiviert werden, so dass dieser rechnerisch von der kompletten PV-Leitung kompensiert wird.

Die Kommunikation zwischen TRI-KA uns TRI-SEN ist drahtlos. Was passiert wenn keine Funkverbindung aufgebaut bzw. diese unterbrochen wird?

Der TRI-SEN misst permanent die Einstrahlung und sendet diese zusammen mit der gemessenen Modultemperatur und Neigungswinkel vom Sensor per Funk an den TRI-KA. Zusätzlich werden die gemessenen Daten, für den Fall wenn die Funkverbindung nicht aufgebaut werden kann, in einem internen Speicher zwischengespeichert.

Die fehlenden Sensordaten von den TRI-KA Messungen können dann nachträglich miteinander synchronisiert werden.

Was passiert mit den Sensordaten, wenn mehrere TRI-KA Messgeräte an der gleichen PV-Anlage im Einsatz sind?

Die beiden Geräte TRI-KA und TRI-SEN sind jeweils miteinander „verheiratet“, so dass die Sensordaten nur vom zugeordneten TRI-KA empfangen werden können.

Muss ein Gerät ausgetauscht werden, so können diese nachträglich neu miteinander codiert werden.

Muss für das Komplettset TRI-KA noch weiteres Zubehör gekauft werden?

Das Komplettset beinhaltet alle Messgeräte mit Zubehör, die für ein sofortiges Messen benötigt werden, und eine PC-Software für die Auswertung der Messdaten.

Auspacken, einschalten und messen!

Der TRI-SEN misst zu der Einstrahlung und Modultemperatur auch die Neigung des Sensors. Wird dieser Wert für die STC-Berechnung benötigt?

Der Neigungswinkel vom Sensor dient nur als Informationswert in den Protokollen, ob der Sensor die gleiche Neigung wie der gemessen String während den TRI-KA Messungen hatte.

Um die Einstrahlung richtig zu messen muss der Sensor die gleiche Ausrichtung und Neigung wie der zu messende String (Modul) haben.

Können beim TRI-KA II die Messdaten vom Vorgängermodell TRI-KA I angeschaut und verwaltet werden?

In der aktuellen PC-Software können die Messdaten von TRI-KA I eingelesen und verwaltet werden. Die Messungen mit TRI-KA I können zusätzlich auf der SD-Karte vom TRI-KA II gespeichert und im Messgerät aus dem Speicher geladen werden.

Somit ist ein Parallelbetrieb beider Generationen mit einer PC-Software möglich.

Warum sind im Sensor TRI-SEN eine mono- und eine polykristalline Referenzzelle für die Messung der Einstrahlung vorhanden?

Nach der Norm EN 60904 muss die Referenzzelle dieselben spektralen Eigenschaften besitzen wie das zu messende Modul.

Die Auswahl der Referenzzelle erfolgt über das selektierte Modul aus der TRI-KA Modul-Datenbank im Messgerät.

Warum gibt es beim TRI-SEN keine Referenzzellen mit Dünnschichttechnologien?

Die Norm EN 61829 (Messen der Strom-/ Spannungskennlinie am Einsatzort) bezieht sich nur auf die STC-Berechnung von kristallinen Modulen. Aktuell gibt es keine Normengrundlage für eine Berechnung der gemessenen Daten von Dünnschichttechnologien auf STC-Bedingungen.

Mit dem TRI-KA können Module mit Dünnschichttechnologie bedingt elektrisch vermessen werden. Bitte halten Sie hierzu Rücksprache mit TRITEC.

Wozu dient die Angabe „Füllfaktor“ bei den Messungen?

Mit dem Füllfaktor wird die Qualität von Solarzellen beschrieben. Er ist definiert als Quotient von MPP-Leistung und der theoretisch maximalen Leistung, die sich aus dem Produkt von Kurzschlussstrom und Leerlaufspannung ergibt.

Mit dem Verlauf der gemessenen Kennlinie und dem aus den gemessenen Daten errechneten Füllfaktor können zusätzliche Serienwiderstände z.B. durch die Verkabelung (falscher Querschnitt), korrodierte Steckverbindungen, etc. am Modul bzw. im String festgestellt werden.

Warum wird beim TRI-KA für die Temperaturmessung ein Infrarotsensor verwendet?

Mit einem Infrarotsensor kann schneller und genauer ein Durchschnittswert der Modultemperatur am zu messenden Modul bzw. String aufgenommen werden.

Drahtgebundene Sensoren müssen zum Großteil auf der Rückseite des Modules befestigt werden. Bei diesem Messverfahren kann die Modultemperatur nur an dieser einen Stelle im String und zeitverzögert (Sensor muss erst die Temperatur aufnehmen) gemessen werden.

Der TRI-KA hat auf der SD-Karte eine Moduldatenbank mit über 6000 Modulen. Was passiert, wenn ein Modul nicht in der Datenbank vorhanden ist?

Mit dem TRI-KA können trotzdem Messungen vorgenommen werden.

Das fehlende Modul kann manuell in der PC-Software hinzugefügt und nachträglich den jeweiligen TRI-KA Messungen zugeordnet werden.

Bei einer Info an TRITEC wird das fehlende Modul in die Master-Datenbank hinzugefügt.

Sind die Aktualisierungen der Modul-Datenbank und auch Updates der PC-Software und TRI-KA Firmware kostenfrei?

Ja! Sämtliche Updates können von unserer Website www.tri-ka.com bzw. über die automatische Update-Funktion in der PC-Software kostenfrei heruntergeladen werden.

Gibt es für den TRI-KA Beispielkurven mit Beschreibung der Fehlerursache?

In einer Fallstudie sind einige Beispielkurven mit Beschreibung der Fehlerursache und Lösungsansätzen vorhanden.

Diese können Sie kostenlos von unserer Website herunterladen: www.tri-ka.com.

Beim TRI-KA werden die Messdaten auf einer SD-Karte gespeichert. Können am Messgerät verschiedene SD-Karten verwendet werden?

Ja! Die SD-Karten müssen jedoch zuvor im Messgerät auf das TRI-KA Format formatiert und anschließend die Moduldatenbank in der PC-Software auf der Karte gespeichert werden. Somit können z.B. für die verschiedenen PV-Anlagen verschiedene SD-Karten verwendet werden.

Ihr Ansprechpartner im Bereich Photovoltaik-Messtechnik

Head of Product Management

Simon Schmidt

+41 61 264 00 25

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D-79227 Schallstadt

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